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Audihasi

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Montag, 28. August 2017, 00:17

Ölsorte V10 VFL

Hallo liebe Gemeinde,
Ich bin neu hier und fahre einen V10.

Hat sich eigentlich eine Ölsorte bewährt in dem o.g. Motor?
Mein Händler sagt mir, ich solle 0w30 fahren.
Hatte jedoch jetzt arge Temperaturprobleme auf der Rennstrecke.
Habe im Motortalk 0w40 gelesen. Nutzt das hier jemand?

Paramedic_LU

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Montag, 28. August 2017, 07:03

Hallo,

eine Antwort schrieb ioch Dir hier: http://r8-quattro.de/index.php?page=Thre…D=5901#post5901
Mach bloß kein 0w40 rein, das hält die Strapazen nicht aus und dünnt zu arg aus

In der FAQ schrieb ich was zu den 0w40-Ölen, zwar im Vergleich zu 5w40, aber es gilt dennoch

Zitat

0W-40 via 5W-40 Öle
In unseren Breiten ist ein 0W-xx öl eigentlich nicht nötig, falls nicht zwingend vom Hersteller vorgeschrieben, wie bei bestimmten Motoren.
Unter anderem VW Transporter 5 Zylinder 2,5-Liter TDI. Da brauchen wenige Produktionsräume ein 0w30-Öl und dies auch noch mit abgesenkter HTHS. Dank plasmabeschichteter Zylinderwände zur CO2 und Verbrauchsreduzierung. Oder die ganz neuen 2.0 FSI Motoren von Audi, ab 2015, die brauchen ein 0w20 ÖL, weil die Toleranzen immer enger wurden, und immer mehr auf auf Reibung und Verbrauchssenkung wegen CO2 geachtet wird.
Ursprünglich wurden die 0W-xx Öle eingeführt, damit das Öl bei Kälte besser der Pumpe zufliesst. Das wird mit dem Pourpoint oder Stockpunkt angegeben. Das ist auch der Hauptgrund der meisten Tuner, die meist von Ölen gar keine Ahnung haben, sondern sich nur orientieren was andere einsetzen. Wenn Porsche oder AMG das ab Werk einsetzen, muss es zwangsweise gut sein, also kann ich das so weiterempfehlen.
Das schnelle zufliessen hat einen Nachteil. Es fliesst auch wieder schnell ab. Bei meinem VR6 waren die NW-Versteller nach 1-2 Tagen Stand trocken. Mit einem Öl wie Super Light 5w40 sind die noch nach 1-2 Wochen ölschmierig. Folglich, es ist besser wenn ab der ersten Umdrehung geschmiert wird. Wenn das Öl schon da ist, und nicht erst nach etlichen Tausend Touren dahingeflossen ist.

Ne andere Sache ist die Stabilität. Ein 0W-xx Öl ist natürlich von der Visko her „dünn“ von den Grundölen her. Damit es auch bei höheren Anforderungen und Temperaturen stabil ist und haftet, müssen in das dünne Grundöl Zusatzstoffe, Fliessverbesserer, Viskoverbesserer, Stabilisatoren, Antioxidantien, Entschäumer, Dispersants, Detergents etc.
Diese müssen umso leistungsfähiger sein, je dünner das Grundöl ist. Diese langkettigen Moleküle werden im Betrieb geschert. Je höher Motorleistung, desto stärker. Und insgesamt stärker als bei einem 5W-xx Öl, da das ja eine schon komplett höhere Visko allein durch die Grundöle hat. Hier braucht man weniger VI-Verbesserer. Folglich wird weniger geschert, bei gleichzeitiger höherer, stabilerer Visko.
Nicht umsonst sagen Fahrer mit 0w-xx Ölen beim Wechsel, dass das Altöl wie Wasser rauslief…



Und wenn Du in MT liest, lass Dich nicht verrückt machen von diesen "Mobil"isten und ihren Hypes und Begriffen wie Vollsynthetisch

Zitat

Was bedeutet "Vollsynthetisch"?
Die Worte „synthetisch“, „teilsynthetisch“, „vollsynthetisch“ usw. sind allerdings nirgends genormt oder spezifiziert. Sie werden dadurch häufig als Marketing-Begriffe eingesetzt. Ein Motoren-/Getriebeöl besteht aus Grundöl (ca. 80%) und Additivpaket (ca. 20%). Das Grundöl liefert dabei die Grundeigenschaften des Öles. Einige können nachträglich durch Additive beeinflusst werden, andere nicht. Die ACEA normt fünf Grundölgruppen. Zur Grundölgruppe 1 und 2 gehören Mineralöle, die durch Raffination bzw. Destillation aus Rohöl gewonnen werden (automotiv fast gar nicht mehr eingesetzt/angeboten). Sie sind in Ihrer Fließfähigkeit begrenzt und benötigen daher i.d.R. ein leistungsfähiges Additivpaket. Zur Grundölgruppe 3 gehören Mineralöle, die durch die HC-Synthese synthetisch nachbehandelt wurden. Der Grundstoff dieser Öle ist günstig und man erhält eine vergleichsweise hohe Druckfestigkeit. Zur Grundölgruppe 4 gehören die synthetischen Kohlenwasserstoffe (Polyalphaolefine oder PAO) und zur Gruppe 5 alle anderen synthetisch gewonnenen Grundöle, wie Ester. Diese zeichnen sich durch eine breite Viskositätslage aus und sind hoch alterungsbeständig – dafür aber auch teuer.

Soviel zur Theorie. In der Praxis werden häufig Mischungen der Grundöle eingesetzt. Für den Ölhersteller ist es von vorrangigem Interesse, die Herstelleranforderungen zu erfüllen. Dazu wird eine Komposition verschiedenster Grundöle und Additive eingesetzt. Her zu gehen und Öle als mineralisch, teilsynthetisch oder synthetisch zu klassifizieren, ist daher einfach zu pauschal. Am besten bemisst man ein Öl an seiner ACEA/API-Spezifikation und/oder den Herstellerfreigaben.
Ich will 4 Audi haben ... :D


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Audihasi (29.08.2017)

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Montag, 28. August 2017, 16:26

Hi

Überall gefährliches Halb bis ganicht Wissen, nicht nur in MT sondern auch woanders ;)

Nutze ja selbst nur das 5W30 und würde höchstens auf das 5 W40 wechseln, aber nie auf ein 0W40

Tom

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Dienstag, 29. August 2017, 00:14

Hallo, danke für die tollen Berichte.
Da ich selbst aus der Entwicklung komme, verstehe ich sogar das meiste.. Jedoch ging es mir eigentlich hauptsächlich um die Viskosität im Heißbetrieb.
In meinem BMW M3 bin ich immer das 10w60 gefahren. Alle M Fahrzeuge werden hiermit gefahren, da Hochdrehzahl anliegt.
Daher wundert mich doch arg das 30er Öl bei Drehzahlen über 8000 Umdrehungen.

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Dienstag, 29. August 2017, 08:24

Das versteht keiner was die sich denken.
Hauptsache bissel CO2 durch Reibungsreduktion gespart um den Flottenverbrauch zu senken.
Die jetzt neuen 2.0 und 1.8 Motoren und ein paar neue 1.4er laufen übrigens schon mit 0W20 vom Band. WEas das soll frag ich mich auch.
Und schön nach der neuen Norm 508.00/509.00

Für normale Motoren und gewisse Fahrprofile ist das schon grenzwertig. Für einen r8 ein 0w30er, oder 0w40 ist fast schon fahrlässig.
Da würd ich gern mal eine Ölanalyse von sehen.
Von einem 2.0 TFSI A4 der auf Longlife das erste Intervall mit 0w20 gefahren ist lass ich die Tage das Öl untersuchen, ich bin gespannt wie ein Flitzebogen :D
Ich will 4 Audi haben ... :D